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Text-Netze, Schreib-Netze, Denk-Netze – Schreiben in Studium und Beruf

13. Dezember 2011

Das Forum wissenschaftliches Schreiben lädt Sie zu seiner vierten internationalen Konferenz vom 7. bis 8. Juni 2012 in Basel ein.

The Forum Academic Writing invites you to attend the 4th international conference in

Basel / Switzerland   7. – 8. June 2012.

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Prowitec-Symposium 23./24. Juni in Rapperswil (CH)

5. Mai 2011

Das IX. Prowitec-Symposion zum Thema «Schreiben unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit» findet am 23. und 24. Juni 2011 in Rapperswil statt.

Weitere Infos und Anmeldung hier.

Programm:

http://www.prowitec.rwth-aachen.de/p-tagung/2010-2011/prowitec2011_programm.pdf

Wir leben in einer vernetzten Welt: Der Austausch von Gütern und Regelwerken, mobile Kulturen und Mobilität in der Bildung führen zu sprachlicher und kultureller Diversität. Sie begegnet uns in vielen Bereichen, sei es in international tätigen Unternehmen oder in Hochschulen, internationalen Studierenden- und Forschergruppen. Sprachliche und kulturelle Diversität ist auch in der Schule gelebte Realität, in der Schülerpopulationen zunehmend mehrsprachig sind. Ähnliches gilt für Behörden, die über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg kommunizieren.

Das IX. Prowitec-Symposion interessiert sich für Kommunikationsprozesse unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit: Wie beeinflusst die sprachliche und kulturelle Diversität der Kommunikationspartner ihr Schreiben? Wie laufen mehrsprachige Textproduktionsprozesse ab? Wie lässt sich Schreib? und Textkompetenz unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit modellieren, wie lässt sie sich – je nach institutionellem Kontext – vermitteln?

Das IX. Prowitec-Symposion will diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven diskutierten. Erwünscht sind Beiträge, die sich aus empirischer, theoretischer, didaktischer und/oder methodischer Sicht mit dem Schreiben unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit auseinandersetzen. Dies kann in Form von überblicksorientierten Darstellungen, Modellierungsansätzen, Fallstudien oder didaktischen Konzepten erfolgen. Die Interessen des Symposions bilden sich exemplarisch in folgenden Fragen ab:

Beruf

  • Wie verändert sich der Schreibprozess, wenn für Kollegen oder Vorgesetzte an Standorten in anderen Wirtschaftsregionen geschrieben wird? Wie wirkt sich eine internationale Belegschaft an einem Standort auf die Gestaltung von Schreibprozessen aus?
  • Wie beeinflusst sprachliche und kulturelle Diversität die Nutzung verschiedener Medien der schriftlichen Kommunikation (Mail, Wiki, Kollaborationssoftware)?
  • Welche Folgen ggf. Probleme ergeben sich, wenn alle Beteiligten in der Zweitsprache Englisch Texte verfassen?
  • Welche Schreib- und Textkompetenz brauchen Behörden für die schriftliche Kommunikation mit einem sprachlich und kulturell diversen Publikum?
  • Welche Formen und Medien gibt es für öffentliches Schreiben in der EU?

Hochschule

  • Schreiben in der Zweitsprache (bei Studienaufenthalten im Ausland) – welche Probleme sind zu bewältigen? Wie sehen geeignete Unterstützungsmodelle aus?
  • Welche Veränderung zieht das Publizieren in der Wissenschaftssprache Englisch für Diskursgemeinschaften nach sich?
  • Welche Text- und Schreibkompetenzen verlangt ein internationalisierter Arbeitsmarkt von Hochschulabsolventen und -absolventinnen?

Schule

  • Wie wird Schreib? und Textkompetenz in Schulen mit mehrsprachigen Schülern vermittelt?
  • Mit welchen Ausgangsvoraussetzungen sind Lehrer konfrontiert? Wie werden sie auf diese Aufgabe vorbereitet?

Präsentationsformate

Das Symposion sieht folgende Präsentationsformate vor:

  • Vortrag (25 Minuten plus 20 Minuten Diskussion)
  • Workshop (90 Minuten)
  • Poster

Veranstalterin

Prowitec e.V.: Prof. Dr. Eva-Maria Jakobs, RWTH Aachen, Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft, e.m.jakobs@tk.rwth-aachen.de; Dr. Dagmar Knorr, Universita?t Hamburg, Institut für Germanistik 1, dagmar.knorr@uni-hamburg.de

Gastgebende Hochschule und Organisation vor Ort

Hochschule für Technik Rapperswil, Prof. Dr. Annette Verhein, Email: averhein@hsr.ch

Jutta Heidecke (Tagungssekretariat), Email: jutta.heidecke@hsr.ch; Tel.: +41 55 222 4988 Hochschule für Technik Rapperswil, Oberseestrasse 10, CH-8640 Rapperswil, Raum 5.001

Daniel Ammann |
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Lesen und Schreiben im Studium

26. November 2010

Das neue Buch von Otto Kruse: Lesen und Schreiben im Studium. Der richtige Umgang mit Texten im Studium.

Konstanz: UVK/ UTB, 2010. 182 Seiten.

Verlagsinfo: Wissenschaftliches Lesen und Schreiben sind die zentralen Kompetenzen im Studium. Anstatt mühsam aus Fehlern zu lernen, erfährt man hier alles über den richtigen Umgang mit Texten. Der Band hilft, die vielfältigen Anforderungen zu verstehen und passende Lösungen zu finden.

Wichtige Themen: Textsorten in Studium und Wissenschaft, Dokumentation des Gelesenen, Unter schiede zum schulischen Schreiben, Umgang mit Schreibblockaden, Lesen und Schreiben in Praxis und Beruf.

Wozu liest man, wozu schreibt man?

Welche Konventionen gelten in der Wissenschaft?

Welche Probleme treten beim Lesen und Schreiben auf?

Die Rezension in der Zeitschrift Schreiben finden Sie hier.

Daniel Ammann |
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Lesen – Schreiben – Sprachbewusstheit

3. September 2010

Die Entwicklung literaler Kompetenzen an der Hochschule

Konferenz an der Universität Bielefeld, 27. bis 28. Januar 2011

Der Erwerb literaler Kompetenzen ist mit dem Abitur nicht abgeschlossen, sondern setzt sich im Laufe eines Studiums oder einer beruflichen Ausbildung fort. Diskussionsbedarf besteht sowohl über die genaue Beschaffenheit von Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz als auch über geeignete Methoden, diese zu erfassen, zu messen und vor allem: sie weiterzuentwickeln. Da die literalen Kompetenzen eng miteinander verzahnt sind, sollen sie parallel in den Blick genommen und in ihren Interdependenzen diskutiert werden.

Ziel der Konferenz ist die Diskussion aktueller Ansätze der Literalitätsforschung. Im Fokus stehen dabei Ansätze, die sich mit der nach-schulischen, d.h. universitären oder beruflichen Weiterentwicklung literaler Kompetenzen befassen. Interessierte sind dazu eingeladen, sich an der interdisziplinären Diskussion und Vernetzung zu beteiligen. Mögliche Themenfelder sind die Analyse empirischer Daten, auf der Analyse beruhende theoretische und/oder didaktische Überlegungen sowie methodische Vorschläge anhand folgender Fragestellungen:

Auf welchem Stand sind die literalen Kompetenzen von SchulabgängerInnen direkt nach dem Schulabschluss? Durch welche didaktischen Ansätze können literale Kompetenzen nachweisbar gefördert werden? Wie übertragen Studierende nach ihrem Abschluss die erworbenen Kompetenzen in einen professionellen Rahmen?

Wir bitten Sie, sich in Ihren Abstracts deutlich auf unsere Fragestellungen zu beziehen und anzugeben, welchem Teilbereich Sie zugeordnet werden möchten.

Termine

Deadline für Abstracts: 15.10.2010; Benachrichtigung: 1.11.2010

Anmeldung (bis 30.11.)

Ein Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie unter http://www.uni-bielefeld.de/lili/projekte/likom/tagung.html

Call for Papers: http://zeitschrift-schreiben.eu/blog/wp/wp-content/uploads/2010/09/LiKom-cfp.pdf

Nadja Sennewald |
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Themenschwerpunkt “Wissenschaftliches Schreiben im Studium” in: Das Hochschulwesen 58, 1/2010

17. März 2010

Zu den Inhalten des Hefts finden Sie Informationen unter: hsw-1-2010

In dem Heft finden Sie auch meinen Beitrag zur Qualifizierung von Teaching Assistants (Doktorand/innen mit Lehraufgaben) an der Cornell University für schreibintensive Lehre. HSW_SLahm Im Zentrum steht die Praxis des “Assignment Design” (S. 23-25), d. h. die Konzeption von schriftlichen Aufgabenstellungen. Die Doktorandinnen und Doktoranden reflektieren ihre eigene wissenschaftliche Praxis und konzipieren davon ausgehend dann (Schreib-)Aufgaben für Studierende, die dazu geeignet sind zu lernen, wie im jeweiligen Fach gearbeitet wird. Die besondere Qualität der auf diese Weise entwickelten Aufgaben liegt darin, dass sie Studierende unmittelbar in eine vertiefte Auseinandersetzung mit fachlichen Fragen führen. Das Schreiben ist dabei sowohl Lerngegenstand (learning to write) als auch Lernmedium (writing to learn) (vgl. den Beitrag von Katrin Lehnen, in: Lévy-Tödter/Meer 2009).

Da auch in dieser Zeitschrift nun erfreulicherweise immer mehr Beiträge zum Thema schreibintensive Lehre und Schreibaufgaben erscheinen (vgl. Schindler 2008 und Bräuer/Schindler 2010), hoffe ich mit dem Hinweis auf den Artikel weitere Diskussion anzustoßen. Ich bin überzeugt, dass der Ansatz des Knight Institute in Cornell wichtige Impulse geben kann, um die Schreib-, Lehr- und Lernkultur an Universitäten nachhaltig zu verändern und freue mich auf Ihre Blog-Kommentare oder auch direkten Austausch.

Kontakt: Swantje Lahm, Schreiblabor Universität Bielefeld, swantje.lahm@uni-bielefeld.de

Swantje Lahm |
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Wissenschaftliches Schreiben als Schlüsselkompetenz

16. Dezember 2009

Das Forums wissenschaftliches Schreiben lädt Sie zu seiner dritten internationalen Konferenz ein:

Zürich, 10. –11. Juni 2010.

Wissenschaftliches Schreiben als Schlüsselkompetenz / Academic Writing as Key Competence

Schreiben im Studium und Schreiben im akademischen oder praxisbezogenen Berufsalltag beziehen sich aufeinander. An der Konferenz werden Möglichkeiten und Grenzen dieser Bezugnahme thematisiert. Sie bietet Fachleuten fürs Schreiben, Verantwortlichen von Hochschulen sowie weiteren Interessierten Anregungen, Zeit und Raum für Diskussion und Networking.

Call for Papers (PDF, aktualisiert)

Daniel Ammann |
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VIII. Prowitec Symposium „Schreiben und Medien – medienspezifische Schreibprozesse“, Gießen, 8.-9. Oktober 2009

7. November 2009

Welche Rolle spielen (neue) Medien in Schule, Hochschule und Beruf? Wie verändern sie unsere Kommunikationspraktiken, insbesondere das Schreiben und Lesen von Texten? Welcher Art sollten methodisch-didaktische Konzepte sein, um Lernende in der kompetenten Nutzung der neuen Medien zu unterstützen?

Diese und andere Fragen diskutierte das VIII. Prowitec Symposium in Gießen. Das diesjährige Symposium legte damit einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage medienspezifischer Schreibprozesse, die es anhand der Ausbildungslinien (Schule, Hochschule, Beruf) nachvollzog. Die Diskussion, so zeigte Programm wie Teilnehmerfeld, verlangt eine ebenso interdisziplinäre (Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Mediendidaktik) wie internationale (Vortragende und Zuhörende kamen aus Deutschland, Dänemark, Italien, Österreich und der Schweiz) Perspektive. Neue Medien wirken global(isierend). Wie, wozu und in welcher Qualität die Nutzung erfolgt, ist empirisch, besonders aber theoretisch wie didaktisch noch weitgehend Forschungsdesiderat. Erhebungen zur Zielgruppe wie statistische Befunde geben nur unzureichend Auskunft über die sich dahinter verborgenen Prozesse.

Das Symposium wurde durch einen Vortrag der Veranstalterinnen eröffnet. Katrin Lehnen (Gießen), Kirsten Schindler (Köln) und Eva-Maria Jakobs (Aachen) stellten eine exemplarische Bestandsaufnahme der drei Domänen, Schule, Hochschule, Beruf vor. Lehnen konstatiert eine zunehmende Auseinandersetzung zum Themenbereich ‚Schule und neue Medien’, problematisiert gleichzeitig den zum Teil unklar gebrauchten Medienbegriff wie die undifferenzierten mediendidaktischen Konzepte. Zur Aufbereitung des Feldes schlägt sie ein dreidimensionales Modell vor, das zwischen computergestützter Textproduktion, Schreiben in neuen Medien und E-Learning unterscheidet. Im ersten Bereich wirken neue Medien als Schreibmedium (z. B.Tastatur), im zweiten als Kommunikationsmedium, im dritten schließlich als Lernmedium. Schindler zeigt, wie vielfältig neue Medien inzwischen den Hochschulalltag prägen. Neue Medien werden zur Unterstützung von Service, Verwaltungs- und im weitesten Sinne Dienstleistungsaufgaben eingesetzt, sie fungieren als Element der PR, sie ermöglichen neuartige Forschungstätigkeiten (beispielsweise durch Online Zeitungen wie die „Zeitschrift Schreiben“ und Forschungsplattformen wie das „ipTS Interdisziplinäres Portal Textproduktion und Schreiben“) und sie werden in der Lehre eingesetzt. Mit der Nutzung solcher Lernplattformen sind technische, juristische, aber vor allem auch methodisch-didaktische Fragen verknüpft, zu denen bislang noch wenig Antworten vorliegen. Jakobs stellt anschaulich vor, in welcher Geschwindigkeit neue Medien in den Berufsalltag eingedrungen sind und in welcher Ausdifferenziertheit sie eingesetzt werden. Unternehmen operieren inzwischen mit verschiedenen medialen Gattungen gleichzeitig, die sie gezielt für unternehmerische Belange einsetzen, z.B. Blog, Forum, E-Mail, Webseite, Newsletter etc. Am Beispiel der Altenpflege zeigt sie, wie sich durch neue Medien wie auch die Pflicht zur Dokumentation berufliche (Schreib-)Anforderungen verändern. Ausbildung wie Forschung bieten bislang kaum überzeugende Konzepte zur Unterstützung dieser medialen Schreibkompetenten an.

Daniel Perrin (Winterthur) akzentuiert in seinem Vortrag eine zentrale ‚Neuigkeit’ der neuen Medien. Neu sei, dass ein Text in sehr unterschiedlichen Ausgabeformaten repräsentiert sein könne (das bezieht sich auf die Größe des Ausgabegeräts, Handy, Bildschirm etc., wie auch auf die weitere Verwendung des Textes) und in all diesen Formaten funktional sein müsse. Neue Medien – und das hat einerseits theoretische Konsequenzen – verändern also unseren Begriff der Einheitlichkeit von Text und Format, so wie er noch den alten Printmedien (Zeitungen, Buch) zugrunde lag. Neue Medien bedingen aber auch andere Schreibkompetenzen für die in seinem Vortrag diskutierte Gruppe der Berufsjournalisten. Ein Journalist müsse in mehreren Formaten kompetent sein oder sich durch Formen kollaborativen Schreibens Expertise aneignen.

An diese beiden Überblicksvorträge anknüpfend fokussierte der erste thematische Strang den Bereich „Schule“. Olaf Gätje (Gießen) breitet am Beispiel der Bildungsstandards Deutsch das bereits von Lehnen akzentuierte Problem des inkonsequenten Medienbegriffs aus. Unter dem Stichwort ‚Medien’ fänden sich sehr unterschiedliche Zuschreibungen. In der engen Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung Hessen (Gätje/Lehnen) sei die Schwierigkeit der konsistenten, widerspruchsfreien und (auch Moden) überdauernden begrifflichen Schärfung aber auch ganz praktisch als Problem erkannt geworden. Ulla Kleinberger (Winterthur) und Franc Wagner (Zürich) stellen empirische Befunde aus unterschiedlichen Studien zum Schreiben von Schülerinnen und Schülern in neuen Medien vor. Sie zeichnen dafür einen weiten Bogen des Einsatzes von neuen Medien in der Vorschule bis zur Sekundarstufe II. Neue Medien können, so ein Fazit, Schreibmotivation wie auch Schreibkompetenz fördern. Dass sie zum Verfall der Schriftkultur beitragen, beispielsweise in der übermäßigen Nutzung von Emoticons, sei eine Legende, die sich durch empirische Belege nicht erhärten lässt. Christine Trepkau (Flensburg) stellt ein konkretes Projekt vor, in dem WebQuests für den Deutschunterricht genutzt werden. Es reicht nicht, so stellt die Vortragende eindringlich dar, das technische Instrumentarium verfügbar zu machen, es bedarf einer methodischen Aufbereitung, klarer Schreibanweisungen und entsprechender Hilfsangebote, damit die Schülerinnen und Schüler auch davon profitieren könnten. Karin Tschakert (Berlin) verbindet die Überlegungen zur Prozessorientierung einerseits mit neuen Medien andererseits, hier im Sinne eines Schreibmediums, und prüft in ihrem experimentellen Setting, ob und entsprechend wie sich die Schreibleistung verändert. Ihr erster Schluss aus den Befunden: Neue Schreibmedien unterstützen die Prozessorientierung beim Schreiben und tragen so zur Schreibkompetenz bei.

Michael Beißwenger (Dortmund) bezieht sich in seinem Vortrag auf den Umgang mit Wikis im Ausbildungskontext Hochschule, mit denen er insbesondere kollaborative Schreibprozesse anleitet. Wikis eignen sich dank der schnellen Einarbeitung und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auch für die Schule. Synergieeffekte lassen sich insbesondere in der Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, (Deutsch-)Lehrerinnen und Lehrern, erzielen. Odile Endres (Greifswald) nutzt ebenfalls Wikis für ihre Hochschullehre und stellt ein ausgewähltes Lehrprojekt vor. Studierende entwickeln kooperativ und in eigenem Projektmanagement einen virtuellen Stadtführer für die Stadt Greifswald. Helmuth Feilke, Martin Steinseifer und Katrin Lehnen (Gießen) stellen eine in der Entwicklung befindende elektronische Schreibumgebung vor, die zum einen Studierende im wissenschaftlichen Schreiben unterstützt, zum anderen Schreibprozesse für eine systematische Analyse aufzeichnet. Ziel ist die Ausbildung zur Kontroversefähigkeit, die als zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Schreibkompetenz identifiziert wurde. Melanie Brinkschulte (Göttingen) zeigt an Beispielen, wie sich Schreibpartnerschaften zwischen Mutter- und Fremdsprachenlernenden elektronisch anbahnen und institutionell verankern lassen. Schreiben in einer elektronischen Umgebung wird hier sowohl zum Kommunikationsmedium als auch zum Lernmedium: dem Erlernen der fremden Sprache und ihrer (wissenschaftlichen) Schreibkonventionen. Doris Fetscher (Zwickau) eröffnet mit ihren Überlegungen zum interkulturellen Schreiben in neuen Medien einen bislang weniger diskutierten Bereich des Nutzungseinsatzes. Neue Medien, hier Forendiskussionen von Teilnehmenden eines Kurses zum Thema „Interkulturalität“ an der Universität Zwickau, dokumentieren Schreibhandlungen. Forschungsdaten ergeben sich hier als natürliches ‚Abfallprodukt’ aus den eines schriftlichen Mediums geschuldeten Aushandlungsprozessen.

Mit dem Vortrag von Annette Verhein (Rapperswil) und Bruno Frischherz (Zürich) wurde das dritte Panel, „Beruf“, eröffnet. Die Vortragenden betonen den insbesondere für die neuen Medien relevanten Aspekt der (schriftlichen) Kollaboration. Texte für neue Medien entstehen im Zusammenspiel verschiedener Akteure, die sich entsprechend koordinieren, Zeitpläne, Organisationsrahmen und Textkriterien aufstellen müssen. Sie konkretisieren diesen Aspekt der Schreib-/Medienkompetenz in der Anleitung von (angehenden) Ingenieuren. Carmen Heine (Aarhus) stellt ihr kürzlich veröffentlichtes Modell zur Produktion von Online-Hilfen dar. Online-Hilfen sind eine inzwischen etablierte Textsorte, die Softwareprodukte begleiten und funktional wie formal beschreibbar sind. Auf der Basis von Schreibprozessdaten leitet die Vortragende Hinweise zur Produktion dieser Hilfstexte ab, diese Hinweise werden inzwischen auch in der Praxis genutzt. Johannes Dreikorn (Erlangen) schließt die Tagung mit seinem Vortrag zur Frage der Modularisierung von Schreibprozessen. Seine empirisch erhärtete These: Modularisierung von Schreibprozessen, so wie sie in der technischen Dokumentation zur Entlastung von Redakteuren, Übersetzern und Kostenstellen eingesetzt werden, könne zu unverständlichen und wenig authentischen Texten führen. Neben der Modularisierung als Form der elektronisch unterstützten Standardisierung von Arbeits-/Schreibprozessen bedarf es ebenfalls der individuellen Auseinandersetzung mit Schreibaufgaben.

Neben den beschriebenen Leerstellen in der theoretisch wie methodisch-didaktischen Auseinandersetzung zeigte das Symposium auch ein lebendiges und diskussionsoffenes Forschungsfeld. Gleichwohl zeigte das Symposium auch, dass es engerer Vernetzung der unterschiedlichen Akteure bedarf, um die Diskussion zu etablieren. Einrichtungen wie der prowitec e.V., der neben dem Zentrum für Medien und Interaktivität der JLU Gießen Hauptsponsor des Symposiums war, können neben den regelmäßigen Tagungen ein solches Forum bieten (http://www.prowitec.rwth-aachen.de/prowitec-ev/). Das nächste Symposium wird im Juni 2011 in Rapperswil (Schweiz) unter der Leitung von Annette Verhein stattfinden. Die Tagungsergebnisse des Giessener Symposiums werden im Peter Lang Verlag veröffentlicht und erscheinen im Herbst 2010.

Kirsten Schindler |
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EWCA-Tagung 2010 in Paris

4. Oktober 2009

Der Vorstand der European Writing Centers Association (EWCA) lädt Sie ganz herzlich zur 7. Tagung der European Writing Centers Association (EWCA) nach Paris ein. Vom 25.–28.5.2010 diskutieren wir Wege zur Entwicklung von Schreib(lese)zentren an Schulen und Hochschulen. Als zentrale Schwerpunkte sind die Bereiche Schreiben in den Disziplinen und Schreiben quer durch alle Bildungsinhalte geplant. Abstracts bitte bis zum 10. Januar, 2010. Weitere Informationen s. www.aup.fr/news/special_events/ewca2010.htm.

Gerd Braeuer |
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Texte, die zünden – Tagung: «Schreiben im Beruf»

14. September 2009

Die Arbeit von Führungskräften in der Wirtschaft und in Organisationen ist geprägt von: Schreiben. Doch wie schreibt man »Texte, die zünden«, die gelesen und verstanden werden? Gelungene schriftliche Kommunikation ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Die Tagung »Professionelles Schreiben: Schreiben im Beruf« nimmt diese Form der Kommunikation unter die Lupe. Der Besuch der Tagung ist interessant für alle, die an effizienter Unternehmens- und Organisationskommunikation interessiert sind.

Referenten aus Wirtschaft, Lehre und Forschung widmen sich vormittags in vier parallel laufenden Arbeitsgruppen den Themen »Konzepte«, »Korrespondenz«, »Pressetexte« und »Angebote«. Nachmittags befassen sich vier parallel laufende Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen zu interner Kommunikation und mit der Kommunikation mit dem Bürger, dem Konsumenten und dem Kunden aus dem b-to-b-Bereich. Abschluss der Veranstaltung bildet eine Podiumsdiskussion mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Tagung findet am 22.10.2009 in der Villa Rheinburg in Konstanz statt. Sie wird veranstaltet vom Institut für professionelles Schreiben (IPS) der Hochschule Konstanz, vom Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur und von der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). Die Internationale Bodensee-Hochschule fördert die Tagung. Weitere Informationen und die Anmeldung zur Tagung sind unter www.ips.htwg-konstanz.de zu finden.

Bettina Schroem |
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unijournal – Themenschwerpunkt «Wissenschaftliches Schreiben»

9. Mai 2009

Was macht gute wissenschaftliche Texte aus? Wie lernt man, sie zu schreiben?

In seiner Ausgabe vom 4. Mai 2009 geht das unijournal (die Zeitung der Universität Zürich) den Fragen des guten Stils beim wissenschaftlichen Schreiben nach (vgl. S. 1; S. 8–9). Download:

http://www.kommunikation.uzh.ch/publications/unijournal/archiv/unijournal-2009-3.pdf

Daniel Ammann |
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