Archive for the ‘Tagungen/Calls’ Category

CfP für Schreib-Peer-Tutor*innen-Konferenz 2016 am Freiburger Schreibzentrum

Freitag, März 4th, 2016

Nach den Tagungen in Frankfurt/Oder (2008), Bielefeld (2009), Hildesheim (2010), Göttingen (2011), Jena (2012), Bochum (2013), Frankfurt/Main (2014) und Hamburg (2015) findet die Tagung 2016 vom 23.-25.9. am Schreibzentrum der Pädagogischen Hochschule Freiburg statt. Das Freiburger Schreibzentrum wurde 2001 als erste Einrichtung dieser Art in der europäischen LehrerInnen-Ausbildung gegründet und hat seitdem auf vielfältige Weise versucht, zur Anleitung und Begleitung von Schreibenden an der Hochschule und in der Stadt Freiburg bzw. in den durch die Ausbildung an der PH angezielten Berufsfeldern Bildung und Soziale Arbeit wirkungsvoll beizutragen.

Dabei wurde deutlich, dass der Anleitungs- und Beratungsbedarf der Schreibenden nicht derselbe bleibt, sondern sich im Kontext der sich ständig verändernden Schreibkulturen in Schule, Studium, Beruf und Freizeit immer wieder verschiebt. Wie diese dynamischen Beratungsbedarfe kontinuierlich ermittelt werden und wie auf sie in der Schreibberatung und im Schreibzentrum flexibel reagiert werden kann, das wollen wir zum Gegenstand dieser Tagung machen.

Wir freuen uns auf eure aktive Teilnahme!

Hier findet ihr den Tagungsaufruf und weiterführende Informationen:

https://www.ph-freiburg.de/fileadmin/user_upload/SPTK_2016/Call_for_Papers_SPTK_2016.pdf

Das Team des Freiburger Schreibzentrumscsm_Frosch_SPTK_47fed37fe8

Kongressankündigung

Sonntag, April 13th, 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Germanisten, liebe Deutsch- und Schreibdidaktiker, liebe Pädagogen, liebe Illustratoren,

wir laden Sie, Ihre Kollegen und Interessierte vom 22. – 24. Mai 2014 zum Kongress „Bildnerisches Gestalten und Kreatives Schreiben in der Entwicklung des Menschen“ nach Nürnberg ins Germanische Nationalmuseum ein. Neben einem vielseitigen Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Musik und Film werden vor allem über 60 Referenten aus den Fachbereichen der Kunstpädagogik und Deutschdidaktik, Bild- und Textwissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Gestalt- und Schreibtherapie, Soziologie und Neurologie ihre Forschungsergebnisse, Perspektiven und Erfahrungen zum Kongressthema präsentieren.

Der Kongress schließt mit einer Podiumsdiskussion am Samstag, die von Kreativitätsforscher Prof. Dr. Rainer Holm-Hadulla moderiert wird und in der unter anderem bildungspolitische Fragen mit den geladenen Gäste diskutiert werden. Die Diskutanten sind Prof. Michael von Engelhardt (Verbundforschungsprojekt),

Ursula Krechel (Schriftstellerin aus Berlin),

Prof. Eckard Liebau (UNESCO-Lehrstuhl für Kulturelle Bildung, FAU),

Barbara Lutz-Sterzenbach (Vorsitzende des BDK-Fachverbandes für Kunstpädagogik in Bayern),

Prof. Hilarion Petzold (EAG/FPI),

Prof. Porombka (Universität der Künste Berlin)

Für weitere Informationen, das detaillierte Programm und die Anmeldung besuchen Sie bitte unsere Webseite www.kongress-bildundtext.de. Die Abstracts der Beiträger finden Sie hier.

Mit herzlichen Grüßen aus Nürnberg

Jens Behning

i.A. des Organisationsteams

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie

Department der Fachdidaktiken

Didaktik des Deutschen als Zweitsprache

Regensburger Straße 160

90478 NürnbergEINLADUNG_Flyer

Tagungshinweis: EWCA Conference 2014

Montag, Oktober 28th, 2013

Let’s Peer Across Borders – Writing Centers in Motion

July 19th–22nd 2014

A highlight of the global writing research and pedagogies is the conference of the European Writing Centers Association (EWCA), which has taken place every two years since 2006. After the conferences in Istanbul 2006, in Freiburg 2008, in Paris 2010 and in Blagoevgrad 2012 the conference will take place in 2014 at the Europa-Universität Viadrina: right at the heart of Europe, at the German/Polish border. We expect researchers and practitioners from Europe, USA, from the United Arab Emirates, Africa and Australia. Moreover the EWCA conference provides a special opportunity for junior researchers, to gain experiences at an international conference and to make international contacts.

http://www.ewca14.eu/

Tagung «Wissenschaft schreiben» vom 9. bis 11.10.2013 in Karlsruhe

Montag, Mai 13th, 2013

Die internationale Tagung des Schreiblabors am House of Competence des Karlsruher Instituts für Technologie hat das Ziel, schreibtechnische Anforderungen an Qualifikationsschriften in allen universitären Disziplinen zu erschliessen. Ausgangspunkt dieser systematischen Untersuchungen sind die jeweiligen Schreib- und Publikationspraktiken in den verschiedenen Disziplinen, wenn man nicht sogar von unterschiedlichen Fächerkulturen sprechen muss. Wenig erforscht ist in diesem Zusammenhang das wissenschaftliche Schreiben in den Technik- und Naturwissenschaften, was in systematischer Absicht nachgeholt werden soll. Aber auch die allgemeine Schreibforschung und die universitäre Schreibdidaktik scheinen noch nicht genau genug aufeinander bezogen worden zu sein.

Exposés (1600 Zeichen incl. Leerzeichen) für Vorträge (30 Minuten) werden bis zum 1. Juni 2013 erbeten an:

Prof. Dr. Stefan Scherer: stefan.scherer@kit.edu

Andreas Hirsch-Weber M.A.: andreas.hirsch-weber@kit.edu

Weitere Informationen unter www.hoc.kit.edu/wissenschaft-schreiben.php

Tagung «Akademisches Schreiben lernen – zwischen Schule und Hochschule»

Dienstag, April 3rd, 2012

Akademisches Schreiben lernen – zwischen Schule und Hochschule

Tagung zum Thema schulische Facharbeit und ihr Beitrag zum akademischen Schreiben.

Universität zu Köln, 1. Juni 2012

Herzlich eingeladen sind insbesondere Lehrer/innen, Lehramtsstudierende, -anwärter/innen und -ausbilder/innen, die ggf. selbst einschlägige Projekte umsetzen (wollen) bzw. in ihrer beruflichen Praxis Facharbeiten anleiten, wie auch Forscher/innen und Nachwuchswissenschaftler/innen, die zum schulischen bzw. akademischen Schreiben arbeiten und alle anderen, die sich für das Thema interessieren.

Weitere Informationen und Anmeldung unter

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/deutsch/lehrende/schindler/tagung/

Text-Netze, Schreib-Netze, Denk-Netze – Schreiben in Studium und Beruf

Dienstag, Dezember 13th, 2011

Das Forum wissenschaftliches Schreiben lädt Sie zu seiner vierten internationalen Konferenz vom 7. bis 8. Juni 2012 in Basel ein.

The Forum Academic Writing invites you to attend the 4th international conference in

Basel / Switzerland   7. – 8. June 2012.

Weitere Informationen

Prowitec-Symposium 23./24. Juni 2011 in Rapperswil (CH)

Donnerstag, Mai 5th, 2011

Das IX. Prowitec-Symposion zum Thema «Schreiben unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit» findet am 23. und 24. Juni 2011 in Rapperswil statt.

Weitere Infos und Anmeldung hier.

Programm:

http://www.prowitec.rwth-aachen.de/p-tagung/2010-2011/prowitec2011_programm.pdf

Wir leben in einer vernetzten Welt: Der Austausch von Gütern und Regelwerken, mobile Kulturen und Mobilität in der Bildung führen zu sprachlicher und kultureller Diversität. Sie begegnet uns in vielen Bereichen, sei es in international tätigen Unternehmen oder in Hochschulen, internationalen Studierenden- und Forschergruppen. Sprachliche und kulturelle Diversität ist auch in der Schule gelebte Realität, in der Schülerpopulationen zunehmend mehrsprachig sind. Ähnliches gilt für Behörden, die über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg kommunizieren.

Das IX. Prowitec-Symposion interessiert sich für Kommunikationsprozesse unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit: Wie beeinflusst die sprachliche und kulturelle Diversität der Kommunikationspartner ihr Schreiben? Wie laufen mehrsprachige Textproduktionsprozesse ab? Wie lässt sich Schreib? und Textkompetenz unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit modellieren, wie lässt sie sich – je nach institutionellem Kontext – vermitteln?

Das IX. Prowitec-Symposion will diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven diskutierten. Erwünscht sind Beiträge, die sich aus empirischer, theoretischer, didaktischer und/oder methodischer Sicht mit dem Schreiben unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit auseinandersetzen. Dies kann in Form von überblicksorientierten Darstellungen, Modellierungsansätzen, Fallstudien oder didaktischen Konzepten erfolgen. Die Interessen des Symposions bilden sich exemplarisch in folgenden Fragen ab:

Beruf

  • Wie verändert sich der Schreibprozess, wenn für Kollegen oder Vorgesetzte an Standorten in anderen Wirtschaftsregionen geschrieben wird? Wie wirkt sich eine internationale Belegschaft an einem Standort auf die Gestaltung von Schreibprozessen aus?
  • Wie beeinflusst sprachliche und kulturelle Diversität die Nutzung verschiedener Medien der schriftlichen Kommunikation (Mail, Wiki, Kollaborationssoftware)?
  • Welche Folgen ggf. Probleme ergeben sich, wenn alle Beteiligten in der Zweitsprache Englisch Texte verfassen?
  • Welche Schreib- und Textkompetenz brauchen Behörden für die schriftliche Kommunikation mit einem sprachlich und kulturell diversen Publikum?
  • Welche Formen und Medien gibt es für öffentliches Schreiben in der EU?

Hochschule

  • Schreiben in der Zweitsprache (bei Studienaufenthalten im Ausland) – welche Probleme sind zu bewältigen? Wie sehen geeignete Unterstützungsmodelle aus?
  • Welche Veränderung zieht das Publizieren in der Wissenschaftssprache Englisch für Diskursgemeinschaften nach sich?
  • Welche Text- und Schreibkompetenzen verlangt ein internationalisierter Arbeitsmarkt von Hochschulabsolventen und -absolventinnen?

Schule

  • Wie wird Schreib? und Textkompetenz in Schulen mit mehrsprachigen Schülern vermittelt?
  • Mit welchen Ausgangsvoraussetzungen sind Lehrer konfrontiert? Wie werden sie auf diese Aufgabe vorbereitet?

Präsentationsformate

Das Symposion sieht folgende Präsentationsformate vor:

  • Vortrag (25 Minuten plus 20 Minuten Diskussion)
  • Workshop (90 Minuten)
  • Poster

Veranstalterin

Prowitec e.V.: Prof. Dr. Eva-Maria Jakobs, RWTH Aachen, Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft, e.m.jakobs@tk.rwth-aachen.de; Dr. Dagmar Knorr, Universita?t Hamburg, Institut für Germanistik 1, dagmar.knorr@uni-hamburg.de

Gastgebende Hochschule und Organisation vor Ort

Hochschule für Technik Rapperswil, Prof. Dr. Annette Verhein, Email: averhein@hsr.ch

Jutta Heidecke (Tagungssekretariat), Email: jutta.heidecke@hsr.ch; Tel.: +41 55 222 4988 Hochschule für Technik Rapperswil, Oberseestrasse 10, CH-8640 Rapperswil, Raum 5.001

Lesen – Schreiben – Sprachbewusstheit

Freitag, September 3rd, 2010

Die Entwicklung literaler Kompetenzen an der Hochschule

Konferenz an der Universität Bielefeld, 27. bis 28. Januar 2011

Der Erwerb literaler Kompetenzen ist mit dem Abitur nicht abgeschlossen, sondern setzt sich im Laufe eines Studiums oder einer beruflichen Ausbildung fort. Diskussionsbedarf besteht sowohl über die genaue Beschaffenheit von Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz als auch über geeignete Methoden, diese zu erfassen, zu messen und vor allem: sie weiterzuentwickeln. Da die literalen Kompetenzen eng miteinander verzahnt sind, sollen sie parallel in den Blick genommen und in ihren Interdependenzen diskutiert werden.

Ziel der Konferenz ist die Diskussion aktueller Ansätze der Literalitätsforschung. Im Fokus stehen dabei Ansätze, die sich mit der nach-schulischen, d.h. universitären oder beruflichen Weiterentwicklung literaler Kompetenzen befassen. Interessierte sind dazu eingeladen, sich an der interdisziplinären Diskussion und Vernetzung zu beteiligen. Mögliche Themenfelder sind die Analyse empirischer Daten, auf der Analyse beruhende theoretische und/oder didaktische Überlegungen sowie methodische Vorschläge anhand folgender Fragestellungen:

Auf welchem Stand sind die literalen Kompetenzen von SchulabgängerInnen direkt nach dem Schulabschluss? Durch welche didaktischen Ansätze können literale Kompetenzen nachweisbar gefördert werden? Wie übertragen Studierende nach ihrem Abschluss die erworbenen Kompetenzen in einen professionellen Rahmen?

Wir bitten Sie, sich in Ihren Abstracts deutlich auf unsere Fragestellungen zu beziehen und anzugeben, welchem Teilbereich Sie zugeordnet werden möchten.

Termine

Deadline für Abstracts: 15.10.2010; Benachrichtigung: 1.11.2010

Anmeldung (bis 30.11.)

Ein Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie unter http://www.uni-bielefeld.de/lili/projekte/likom/tagung.html

Call for Papers: http://zeitschrift-schreiben.eu/blog/wp/wp-content/uploads/2010/09/LiKom-cfp.pdf

Wissenschaftliches Schreiben als Schlüsselkompetenz

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Das Forums wissenschaftliches Schreiben lädt Sie zu seiner dritten internationalen Konferenz ein:

Zürich, 10. –11. Juni 2010.

Wissenschaftliches Schreiben als Schlüsselkompetenz / Academic Writing as Key Competence

Schreiben im Studium und Schreiben im akademischen oder praxisbezogenen Berufsalltag beziehen sich aufeinander. An der Konferenz werden Möglichkeiten und Grenzen dieser Bezugnahme thematisiert. Sie bietet Fachleuten fürs Schreiben, Verantwortlichen von Hochschulen sowie weiteren Interessierten Anregungen, Zeit und Raum für Diskussion und Networking.

Call for Papers (PDF, aktualisiert)

VIII. Prowitec Symposium „Schreiben und Medien – medienspezifische Schreibprozesse“, Gießen, 8.-9. Oktober 2009

Samstag, November 7th, 2009

Welche Rolle spielen (neue) Medien in Schule, Hochschule und Beruf? Wie verändern sie unsere Kommunikationspraktiken, insbesondere das Schreiben und Lesen von Texten? Welcher Art sollten methodisch-didaktische Konzepte sein, um Lernende in der kompetenten Nutzung der neuen Medien zu unterstützen?

Diese und andere Fragen diskutierte das VIII. Prowitec Symposium in Gießen. Das diesjährige Symposium legte damit einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage medienspezifischer Schreibprozesse, die es anhand der Ausbildungslinien (Schule, Hochschule, Beruf) nachvollzog. Die Diskussion, so zeigte Programm wie Teilnehmerfeld, verlangt eine ebenso interdisziplinäre (Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Mediendidaktik) wie internationale (Vortragende und Zuhörende kamen aus Deutschland, Dänemark, Italien, Österreich und der Schweiz) Perspektive. Neue Medien wirken global(isierend). Wie, wozu und in welcher Qualität die Nutzung erfolgt, ist empirisch, besonders aber theoretisch wie didaktisch noch weitgehend Forschungsdesiderat. Erhebungen zur Zielgruppe wie statistische Befunde geben nur unzureichend Auskunft über die sich dahinter verborgenen Prozesse.

Das Symposium wurde durch einen Vortrag der Veranstalterinnen eröffnet. Katrin Lehnen (Gießen), Kirsten Schindler (Köln) und Eva-Maria Jakobs (Aachen) stellten eine exemplarische Bestandsaufnahme der drei Domänen, Schule, Hochschule, Beruf vor. Lehnen konstatiert eine zunehmende Auseinandersetzung zum Themenbereich ‚Schule und neue Medien’, problematisiert gleichzeitig den zum Teil unklar gebrauchten Medienbegriff wie die undifferenzierten mediendidaktischen Konzepte. Zur Aufbereitung des Feldes schlägt sie ein dreidimensionales Modell vor, das zwischen computergestützter Textproduktion, Schreiben in neuen Medien und E-Learning unterscheidet. Im ersten Bereich wirken neue Medien als Schreibmedium (z. B.Tastatur), im zweiten als Kommunikationsmedium, im dritten schließlich als Lernmedium. Schindler zeigt, wie vielfältig neue Medien inzwischen den Hochschulalltag prägen. Neue Medien werden zur Unterstützung von Service, Verwaltungs- und im weitesten Sinne Dienstleistungsaufgaben eingesetzt, sie fungieren als Element der PR, sie ermöglichen neuartige Forschungstätigkeiten (beispielsweise durch Online Zeitungen wie die „Zeitschrift Schreiben“ und Forschungsplattformen wie das „ipTS Interdisziplinäres Portal Textproduktion und Schreiben“) und sie werden in der Lehre eingesetzt. Mit der Nutzung solcher Lernplattformen sind technische, juristische, aber vor allem auch methodisch-didaktische Fragen verknüpft, zu denen bislang noch wenig Antworten vorliegen. Jakobs stellt anschaulich vor, in welcher Geschwindigkeit neue Medien in den Berufsalltag eingedrungen sind und in welcher Ausdifferenziertheit sie eingesetzt werden. Unternehmen operieren inzwischen mit verschiedenen medialen Gattungen gleichzeitig, die sie gezielt für unternehmerische Belange einsetzen, z.B. Blog, Forum, E-Mail, Webseite, Newsletter etc. Am Beispiel der Altenpflege zeigt sie, wie sich durch neue Medien wie auch die Pflicht zur Dokumentation berufliche (Schreib-)Anforderungen verändern. Ausbildung wie Forschung bieten bislang kaum überzeugende Konzepte zur Unterstützung dieser medialen Schreibkompetenten an.

Daniel Perrin (Winterthur) akzentuiert in seinem Vortrag eine zentrale ‚Neuigkeit’ der neuen Medien. Neu sei, dass ein Text in sehr unterschiedlichen Ausgabeformaten repräsentiert sein könne (das bezieht sich auf die Größe des Ausgabegeräts, Handy, Bildschirm etc., wie auch auf die weitere Verwendung des Textes) und in all diesen Formaten funktional sein müsse. Neue Medien – und das hat einerseits theoretische Konsequenzen – verändern also unseren Begriff der Einheitlichkeit von Text und Format, so wie er noch den alten Printmedien (Zeitungen, Buch) zugrunde lag. Neue Medien bedingen aber auch andere Schreibkompetenzen für die in seinem Vortrag diskutierte Gruppe der Berufsjournalisten. Ein Journalist müsse in mehreren Formaten kompetent sein oder sich durch Formen kollaborativen Schreibens Expertise aneignen.

An diese beiden Überblicksvorträge anknüpfend fokussierte der erste thematische Strang den Bereich „Schule“. Olaf Gätje (Gießen) breitet am Beispiel der Bildungsstandards Deutsch das bereits von Lehnen akzentuierte Problem des inkonsequenten Medienbegriffs aus. Unter dem Stichwort ‚Medien’ fänden sich sehr unterschiedliche Zuschreibungen. In der engen Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung Hessen (Gätje/Lehnen) sei die Schwierigkeit der konsistenten, widerspruchsfreien und (auch Moden) überdauernden begrifflichen Schärfung aber auch ganz praktisch als Problem erkannt geworden. Ulla Kleinberger (Winterthur) und Franc Wagner (Zürich) stellen empirische Befunde aus unterschiedlichen Studien zum Schreiben von Schülerinnen und Schülern in neuen Medien vor. Sie zeichnen dafür einen weiten Bogen des Einsatzes von neuen Medien in der Vorschule bis zur Sekundarstufe II. Neue Medien können, so ein Fazit, Schreibmotivation wie auch Schreibkompetenz fördern. Dass sie zum Verfall der Schriftkultur beitragen, beispielsweise in der übermäßigen Nutzung von Emoticons, sei eine Legende, die sich durch empirische Belege nicht erhärten lässt. Christine Trepkau (Flensburg) stellt ein konkretes Projekt vor, in dem WebQuests für den Deutschunterricht genutzt werden. Es reicht nicht, so stellt die Vortragende eindringlich dar, das technische Instrumentarium verfügbar zu machen, es bedarf einer methodischen Aufbereitung, klarer Schreibanweisungen und entsprechender Hilfsangebote, damit die Schülerinnen und Schüler auch davon profitieren könnten. Karin Tschakert (Berlin) verbindet die Überlegungen zur Prozessorientierung einerseits mit neuen Medien andererseits, hier im Sinne eines Schreibmediums, und prüft in ihrem experimentellen Setting, ob und entsprechend wie sich die Schreibleistung verändert. Ihr erster Schluss aus den Befunden: Neue Schreibmedien unterstützen die Prozessorientierung beim Schreiben und tragen so zur Schreibkompetenz bei.

Michael Beißwenger (Dortmund) bezieht sich in seinem Vortrag auf den Umgang mit Wikis im Ausbildungskontext Hochschule, mit denen er insbesondere kollaborative Schreibprozesse anleitet. Wikis eignen sich dank der schnellen Einarbeitung und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auch für die Schule. Synergieeffekte lassen sich insbesondere in der Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, (Deutsch-)Lehrerinnen und Lehrern, erzielen. Odile Endres (Greifswald) nutzt ebenfalls Wikis für ihre Hochschullehre und stellt ein ausgewähltes Lehrprojekt vor. Studierende entwickeln kooperativ und in eigenem Projektmanagement einen virtuellen Stadtführer für die Stadt Greifswald. Helmuth Feilke, Martin Steinseifer und Katrin Lehnen (Gießen) stellen eine in der Entwicklung befindende elektronische Schreibumgebung vor, die zum einen Studierende im wissenschaftlichen Schreiben unterstützt, zum anderen Schreibprozesse für eine systematische Analyse aufzeichnet. Ziel ist die Ausbildung zur Kontroversefähigkeit, die als zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Schreibkompetenz identifiziert wurde. Melanie Brinkschulte (Göttingen) zeigt an Beispielen, wie sich Schreibpartnerschaften zwischen Mutter- und Fremdsprachenlernenden elektronisch anbahnen und institutionell verankern lassen. Schreiben in einer elektronischen Umgebung wird hier sowohl zum Kommunikationsmedium als auch zum Lernmedium: dem Erlernen der fremden Sprache und ihrer (wissenschaftlichen) Schreibkonventionen. Doris Fetscher (Zwickau) eröffnet mit ihren Überlegungen zum interkulturellen Schreiben in neuen Medien einen bislang weniger diskutierten Bereich des Nutzungseinsatzes. Neue Medien, hier Forendiskussionen von Teilnehmenden eines Kurses zum Thema „Interkulturalität“ an der Universität Zwickau, dokumentieren Schreibhandlungen. Forschungsdaten ergeben sich hier als natürliches ‚Abfallprodukt’ aus den eines schriftlichen Mediums geschuldeten Aushandlungsprozessen.

Mit dem Vortrag von Annette Verhein (Rapperswil) und Bruno Frischherz (Zürich) wurde das dritte Panel, „Beruf“, eröffnet. Die Vortragenden betonen den insbesondere für die neuen Medien relevanten Aspekt der (schriftlichen) Kollaboration. Texte für neue Medien entstehen im Zusammenspiel verschiedener Akteure, die sich entsprechend koordinieren, Zeitpläne, Organisationsrahmen und Textkriterien aufstellen müssen. Sie konkretisieren diesen Aspekt der Schreib-/Medienkompetenz in der Anleitung von (angehenden) Ingenieuren. Carmen Heine (Aarhus) stellt ihr kürzlich veröffentlichtes Modell zur Produktion von Online-Hilfen dar. Online-Hilfen sind eine inzwischen etablierte Textsorte, die Softwareprodukte begleiten und funktional wie formal beschreibbar sind. Auf der Basis von Schreibprozessdaten leitet die Vortragende Hinweise zur Produktion dieser Hilfstexte ab, diese Hinweise werden inzwischen auch in der Praxis genutzt. Johannes Dreikorn (Erlangen) schließt die Tagung mit seinem Vortrag zur Frage der Modularisierung von Schreibprozessen. Seine empirisch erhärtete These: Modularisierung von Schreibprozessen, so wie sie in der technischen Dokumentation zur Entlastung von Redakteuren, Übersetzern und Kostenstellen eingesetzt werden, könne zu unverständlichen und wenig authentischen Texten führen. Neben der Modularisierung als Form der elektronisch unterstützten Standardisierung von Arbeits-/Schreibprozessen bedarf es ebenfalls der individuellen Auseinandersetzung mit Schreibaufgaben.

Neben den beschriebenen Leerstellen in der theoretisch wie methodisch-didaktischen Auseinandersetzung zeigte das Symposium auch ein lebendiges und diskussionsoffenes Forschungsfeld. Gleichwohl zeigte das Symposium auch, dass es engerer Vernetzung der unterschiedlichen Akteure bedarf, um die Diskussion zu etablieren. Einrichtungen wie der prowitec e.V., der neben dem Zentrum für Medien und Interaktivität der JLU Gießen Hauptsponsor des Symposiums war, können neben den regelmäßigen Tagungen ein solches Forum bieten (http://www.prowitec.rwth-aachen.de/prowitec-ev/). Das nächste Symposium wird im Juni 2011 in Rapperswil (Schweiz) unter der Leitung von Annette Verhein stattfinden. Die Tagungsergebnisse des Giessener Symposiums werden im Peter Lang Verlag veröffentlicht und erscheinen im Herbst 2010.